
Hüftarthroskopie und arthrokopische Operationen
![]() Instrumente, Spezialtisch, Röntgen- gerät und Arthroskopieeinheit werden für die Hüftarthroskopie benötigt |
![]() Aufgrund der Lage des Gelenkes müssen überlange Instrumente benutzt werden |
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Schmerzen im Hüftgelenk können durch viele Erkrankungen verursacht werden.
Da viele dieser Erkrankungen / Verletzungen zu einer beschleunigten Entwicklung der Arthrose führen, ist hier eine frühe und rechtzeitige Behandlung notwendig.
Die Hüftarthroskopie wird ähnlich der bekannteren Kniearthroskopie durchgeführt. Kleine Schnitte werden verwendet, um eine Kamera und verschiedene Instrumente in das Hüftgelenk einzubringen. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede zur Kniegelenksarthroskopie: ein spezieller OP Tisch ist notwendig und ein Röntgengerät muss installiert sein. Da es eine vergleichsweise junge und in Deutschland noch wenig verbreitete OP Methode ist, sollte eine sorgfältige Auswahl der Operateure erfolgen.
Die Hüftarthroskopie ist wertvoll und hilfreich bei der Erkennung und der Behandlung unter anderem folgender Erkrankungen:
- Risse der Gelenklippe
- Freie Gelenkkörper
- Einklemmungen zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und der Gelenkpfanne (Acetabulum) - das sogenannte Femoro-Acetabuläre-Impingement (FAI)
- Schleimhautwucherung
Vorbereitung
Nur eine ausführliche Anamnese (Befragung) und eine gute qualifizierte Untersuchung der Patienten weist dem Spezialisten die Richtung und ist wichtig, um Krankheiten, die in den Bereich der Hüfte ausstrahlen, aber eine andere Ursache haben, zu erkennen.
Neben Schmerzen berichten die Patienten, in Abhängigkeit von der Diagnose, häufig über eine eingeschränkte Beweglichkeit, über eine Steifigkeit, eine Blockierung, eine verminderte Leistungsfähigkeit, über Schwäche oder ein hörbares Klicken. Häufig wird der tiefe Hüftschmerz mit einer Hand außen oben an der Hüfte angezeigt.
Bei der Untersuchung der Patienten helfen spezielle Test (Drehen / Beugen, Abspreizen und Anspreizen der Hüfte) diese Erkrankungen zu erkennen.
Diagnostik
Die apparative Diagnostik beinhaltet Röntgenaufnahmen und je nach klinischer Untersuchung und Verdachtsdiagnose weitere Diagnostik (Computertomografie oder MRT).
Im Gegensatz zum Kniegelenk ist bei der MRT Untersuchung die Erkennungsquote relativ niedrig. Während im Kniegelenk bis zu 98% der Läsionen erkannt werden können, sind es am Hüftgelenk, gerade auch bei den schmerzhaften Veränderungen der Gelenklippe, zwischen 5 und 49%.
In schwierigen Fällen, in denen die Unterscheidung zwischen einer Erkrankung im Hüftgelenk und einer Erkrankung außerhalb des Gelenkes schwer fällt, hat sich die Punktion des Hüftgelenkes mit Einspritzen eines Medikamentes bewährt.
Operation
Die Operation ist eine Gelenkspiegelung (Schlüssellochchirurgie). Über 2-4 kleine Schnitte (5-10 mm) werden die Kamera und die Arbeitsgeräte eingebracht. Für eine Teil der Operation muss ihr Bein gestreckt werden, dazu benutzen wir einen speziellen Operationstisch. Um die Therapie exakt durchzuführen wird bei dieser Operation geröngt, um die Position der Instrumente zu kontrollieren und das Operationsergebnis darzustellen.
Im Regelfall wird im Anschluss an diese Operation ein kleiner Schlauch (Drainage) in Ihr Hüftgelenk eingelegt, dieser Schlauch wird nach 1-2 Tagen entfernt.
Nachbehandlung
Unmittelbar nach der Operation wird Ihnen im Regelfall erlaubt, mit voller Belastung aufzustehen. Natürlich richtet sich die Art der Nachbehandlung nach der Diagnose und der arthroskopischen Operation. Im Regelfall (bei Entfernung freier Gelenkkörper, bei Entfernung der Gelenkschleimhaut, bei Behandlung eines Risses der Gelenklippe ohne Naht) schließt sich rasch Physiotherapie und eine Gangschule an, zusätzlich werden Sie, wenn notwendig, in der Benutzung von Unterarmgehstützen unterichtet. Für 1-2 Wochen empfehlen wir, sportliche Aktivitäten und maximale Belastung auf ihr Hüftgelenk zu vermeiden.
Sollten jedoch größere Operationen oder knorpelstimulierende/knochenstimulierende Verfahren angewendet werden, ändert sich das Nachbehandlungsschema. So kann es zum Beispiel notwendig werden, dass nach Anbohrung einer Osteochondrosis dissecans (schlecht durchbluteter Bezirk) und einer Knorpelstimulationstechnik (Anfrischen des Herdes durch den Knorpel - chondropick) eine mehrwöchige Entlastung notwendig ist. Die voraussichtliche Nachbehandlung erfahren Sie vor der Operation, diese wird aber gegebenenfalls je nach angewendetem Verfahren dann modifiziert.
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Ausgerissene und verbrauchte Gelenklippe am Hüftgelenk
Glättung und Entfernung der abgerissenen Gelenklippe
Ergebnis nach Entfernung des verbrauchten Anteils - eine glatte Begrenzung des Hüftgelenkes