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Individuelle Knieendoprothetik
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 Individuelle Knieendoprothetik


(030) 80505 282


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CT

Zunächst wird das Gelenk
und die Beinachsen gescannt

tru6
... und danach für die
Planung digital vorbereitet

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Am digitalisierten Kniegelenk
wird mit einer speziellen
Software die Prothese geplant

tibiaschnittblock
An den hergestellen Schnitt-
blöcken ist der Knochenabdruck
erkennbar und die Metallteile
für die Befestigungsstifte und
die Sägeschlit

femurblockknochen
Bei der Operation passen
die individuellen Schnittblöcke
nur an einer bestimmten Stelle,
längeres Ausrichten entfällt

Durch eine deutliche Verbesserung bewährter Verfahren bieten wir aktuell als einzige Klinik in Berlin / Brandenburg unseren Patienten diese individualisierte Kniegelenksendoprothetik an. Dieses neue Verfahren in der Kniegelenksendoprothetik bietet höchste Genauigkeit und Präzision.

Die speziell für Sie angefertigten Schnittblöcke bieten höchste Genauigkeit für Ihre Knieprothese.


Das neue Verfahren - individualisierte Knieendoprothetik

Bei dieser Methode handelt es sich um ein individuell an die anatomischen Gegebenheiten des Patienten angepasstes Instrumentarium  für den Kniegelenkersatz. Vor der Operation wird mit Hilfe eines CT Scans ein 3D-Modell des zu versorgenden Kniegelenks erstellt. An diesem 3D-Modell wird dann die zu implantierende Endoprothese geplant und anhand der anatomischen Landmarken und Achsen genau bestimmt. So können schon vor der Operation alle wichtigen Daten (Größe der Prothese, Rotation, Achsausrichtung, Positionierung der Implantate) bestimmt werden. Bei dieser Planung werden alle Schritte zur Positionierung vor die eigentliche Operation gelegt, so dass man vor einer "präoperativen Navigation" sprechen kann. Nachdem diese durch das 3D Modell unterstütze digitale Planung fertiggestellt wurde, wird dann ein individuelles, an die Anatomie des Patienten angepasstes Instrumentarium gefertigt. Diese Schnittblöcke werden dann während der Operation in der einzig richtig möglichen Position aufgebracht. Dadurch können Operationsschritte zum Teil eingespart oder verkürzt werden. Es wird also Zeit, die sonst während der Operation notwendig ist, vor die Operation verlagert.

Durch die Reduktion der Operationszeit, durch das nicht mehr notwendige Aufbohren der Knochen und durch Erhöhung der Genauigkeit werden weitere Vorteile der Methode erhofft:

  • weniger Thrombosen
  • weniger Embolien / Fettembolien
  • geringer Blutverluste
  • geringe Infektionsraten
  • geringe Rate an erneuten Operationen
  • verbesserte Funktionalität und Lebensqualität

Praktisches Vorgehen

Sie vereinbaren einen Termin in unserer Sprechstunde, entweder per Mail (Rückrufservice) oder telefonisch. Sollten keine Gründe gegen das Verfahren sprechen (stärkste Achsabweichungen, ausgeprägte Instabilitäten) wird dann anhand einer Computertomografie ihr Bein vermessen und diese Daten in eine Planungsprogramm eingegeben. Wir als Spezialisten für dieses Verfahren planen dann ihre Prothese (Größe, Ausrichtung, Variante) am Computer und geben diese Planung zur Herstellung Ihrer individuallen Schnittblöcke frei. Der Termin zur Operation kann bereits im Rahmen der Erstvorstellung vereinbart werden. Es wird hierbei die Zeit berücksichtigt, die für die Herstellung der individuell für Sie angefertigten Schnittblöcke benötigt wird

 


Warum ein Neues Verfahren?

Geschichte

Die Kniegelenksendoprothetik ist eine der erfolgreichsten Operationen weltweit. Mit dem Ersatz der verschlissenen Anteile, also des Knorpels, der Menisken und des Knochens, kann eine zuverlässige Schmerzreduktion erreicht werden. Durch diese Schmerzreduktion und durch die (je nach Ausgangsbefund) Verbesserung der Beweglichkeit, Erhöhung der Stabilität wird im Allgemeinen die Lebensqualität der Patienten deutlich gebessert. Wichtig ist immer eine korrekte Indikationsstellung, die Auswahl des korrekten Implantates und perfekte Operation.

Die Knieendoprothetik ist ein sehr erfolgreiches Verfahren und über 90% der Implantate erreichen eine Standzeit von mehr als 10-15 Jahren. Der Erfolg dieses Verfahrens misst sich an der Schmerzlinderung, der verbesserten Funktion und der größeren Zufriedenheit der Patienten durch die gewonnene Lebensqualität. Die dauerhafte Gewährleistung dieser Erfolge ist auch neben einer Vielzahl von Faktoren vor allem abhängig von der Standzeit (der Überlebenszeit) der Implantate abhängig.

Obwohl die Zuverlässigkeit und der Erfolg der Kniegelenksendoprothetik unbestritten sind, ist eines der Probleme die sogenannte aseptische Lockerung, also die Lockerung der Kniegelenksendoprothese ohne eine Infektion. Als Hautursache verschiedener Probleme wird immer wieder die Fehlpositionierung der Prothesenkomponenten genannt. Eine Fehlpositionierung kann zu Instabilitäten, Lockerung, asymmetrischem Abrieb führen und damit zu erneuten (Revisions-) Operationen. Als ein wichtiges Ziel der Kniegelenksendoprothetik muss die Erhöhung der Genauigkeit der Platzierung der Komponenten genannt werden.

Präzision / Genauigkeit

Aktuell gilt als Standard bei der Platzierung der Komponenten die manuelle Ausrichtung. Diese ist in der Hand des erfahrenen Operateurs sehr genau und wird unterstützt durch die Planung am durchgeführten Röntgenbild vor der Operation, Messungen während der Operation, Ausrichtung am Knochen und an bekannten Landmarken während der Operation und der "Blick des Operateurs", geschult durch langjährige Erfahrung.

Fehlpositionierungen können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Häufig sind diese Fehlpositionierungen nur sehr gering und liegen in der gewünschten Toleranz von 3 Grad Abweichung. Selten kommen aber auch sogenannte "Ausreißer" vor, also deutliche Abweichungen, die trotz sorgfältiger Technik nicht vermieden werden können. Dieses Problem wurde versucht, mit der Navigation in der Kniegelenksendoprothetik zu lösen. Obwohl die Navigation ein sehr genaues Verfahren ist, hat sie auch eine Vielzahl von Nachteilen.

  • Längere Operationszeit
  • Zusätzliche Knochenbohrungen in Ober- und Unterschenkel
  • Teuer in der Anschaffung
  • Aufwändig, schulungsintensiv für Personal bei unregelmäßiger Nutzung

Das neue Verfahren - individualisierte Knieendoprothetik

Unser neues Verfahren kombiniert die bewährte Routine der konventionellen Knieendoprothetik, eine kürzere Operationszeit und die gewünschte Genauigkeit.

Bei dieser Methode handelt es sich um eine individuell an die anatomischen Gegebenheiten des Patienten angepasstes Instrumentarium  für den Kniegelenkersatz. Mit Hilfe eines CT Scans wird ein 3D-Modell des zu versorgenden Kniegelenks erstellt. An diesem 3D-Modell wird dann die zu implantierende Endoprothese geplant und anhand der anatomischen Landmarken und Achsen genau bestimmt. So können schon vor der Operation alle wichtigen Daten (Größe der Prothese, Rotation, Achsausrichtung, Positionierung der Implantate) bestimmt werden. Nachdem diese durch das 3D Modell unterstütze digitale Planung fertiggestellt wurde, wird dann ein individuelles, an die Anatomie des Patienten angepasstes Instrumentarium gefertigt. Diese Schnittblöcke werden dann während der Operation in der einzig richtig möglichen Position aufgebracht. Dadurch können Operationsschritte zum Teil eingespart oder verkürzt werden. Es wird also Zeit, die sonst während der Operation notwendig ist, vor die Operation verlagert.

Durch die Reduktion der Operationszeit, durch das nicht mehr notwendige Aufbohren der Knochen und durch Erhöhung der Genauigkeit werden weitere Vorteile der Methode erhofft:

  • weniger Thrombosen
  • weniger Embolien / Fettembolien [1]
  • geringer Blutverluste [2]
  • geringe Infektionsraten
  • geringe Rate an erneuten Operationen [3]
  • verbesserte Funktionalität und Lebensqualität [4]

Praktisches Vorgehen

Sie vereinbaren einen Termin in unserer Sprechstunde, entweder per Mail (Rückrufservice) oder telefonisch. Sollten keine Gründe gegen das Verfahren sprechen (stärkste Achsabweichungen, ausgeprägte Instabilitäten) wird dann anhand einer Computertomografie ihr Bein vermessen und diese Daten in eine Planungsprogramm eingegeben. Wir als Spezialisten für dieses Verfahren planen dann ihre Prothese (Größe, Ausrichtung, Variante) am Computer und geben diese Planung zur Herstellung Ihrer individuallen Schnittblöcke frei. Das Anfertigen dieser Schnittblöcke dauert ca 6 Wochen. Da aber bei der Erstvorstellung in unserer Sprechstunde gleich ein Termin zur Operation vereinbart werden kann, müssen Sie eventuell minimal länger warten, bekommen aber dafür extra für Sie angefertige Schnittblöcke.

Die übrige Prozedur (Aufnahme, Aufenthalt, Nachbehandlung, Rehabilitation, Nachsorge) unterscheidet sich nicht vom konventionellen Vorgehen und wird Ihnen ausführlich in der Sprechstunde erläutert.

 

 


[4] Choong PF, Dowsey MM, Stoney JD. Does Accurate Anatomical Alignment Result in Better Function and Quality of Life? Comparing Conventional and Computer-Assisted Total Knee Arthroplasty. The Journal of Arthroplasty Vol. 24 No. 4 2009

[3] Sorrells RB, Murphy JA, Sheridan KC, Wasielewski RC. The effect of varus and valgus deformity on results of cementless mobile bearing TKA. The Knee 14 (2007) 284-288

[1] Kalairajah Y, Cossey AJ, Verral GM, Ludbrook G, Spriggins AJ. Are systemic emboli

reduced in computer-assisted knee surgery? A prospective, randomised, clinical trial. J of

Bone and Joint Surgery Br 2006; 88-B: 198-202

[2] Kalairajah Y, Simpson D, Cossey AJ, Verral GM, Spriggins AJ. Blood loss after total

knee replacement. Effects of computer-assisted surgery.  J of Bone and Joint Surgery Br

2005; 87-B: 1480-1482