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Teilersatz des Kniegelenkes

Hemischlitten

hemipraeopklein
Vor dem Ersatz sieht man
die deutlichen O-Bein
Stellung und den Verschleiss
auf der Innenseite

hemipostopklein
Nach dem Teilersatz ist die
Achse wieder korrekt, der
künstliche Meniskus stellt
den Abstand im Gelenk
wieder her

Ist das Kniegelenk isoliert auf einer Seite geschädigt (häufig bei den Kniegelenksarthrosen mit "O-Bein"), kann man, je nach Alter, Beweglichkeit und Begleiterkrankungen einen teilweisen Ersatz des Kniegelenkes vornehmen. Diese wird oft auch als "Schlitten" oder "Hemischlitten" bezeichnet. Hier darf die Fehlstellung aber nicht zu ausgeprägt sein, denn bei dieser Art der Prothese kann man die Beinachsenfehlstellung nicht ausgleichen. Bei den Hemischlitten gibt es verschiedene Werkstoffe und verschiedene Plattformen (Art des Inlays, also des künstlichen Meniskus). Hier sind beide Formen, die mobile und die fixe Platform im Einsatz. Beide Arten dieser Inlays haben verschiedene Vorteile und Nachteile, so dass diese mit ihrem Operateur besprochen werden müssen. Der isolierte Ersatz eines Teil des Femorotibialgelenkes (also das "normale" Kniegelenk zwischen Oberschenkelknochen und Unterschenkelknochen) ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Zum einem muss sicher geklärt sein, dass im anderen Teil des Gelenkes nur ein minimaler Verschleiss vorliegt, hier können eine Kernspintomografie, eine Belastungsaufnahme des Kniegelenkes oder eine Arthroskopie richtungsweisend sein.
Zusätzlich klären wir

  • Alter, Aktivitätsniveau, Begleiterkrankungen, Knochenqualität
  • Verschleiss des Knieschieben / Oberschenkelgelenkes (der 3. Teil des menschlichen Kniegelenkes)
  • Ausprägung der O-Bein oder x-Bein Stellung
  • Streck- oder Beugedefizit

Probleme können Metall- oder Zementallergien bereiten, hier muss mit dem Patienten die Notwendigkeit eines anderen Implantates, alternativer Befestigungsmöglichkeiten oder die Entscheidung, auf ein Oberflächenersatzknie auszuweichen, besprochen werden.

Ein Operationsvideo, wie ein sogenannter Hemischlitten implantiert wird, können Sie hier sehen.

 

 


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Durch ein modulares System
können nur die betroffenen
Teilgelenke ersetzt werden

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Die künstliche Kniescheiben-
rückfläche zentriert sich auf
dem Ersatz auf dem
Oberschenkelknochen

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Das endgültige Teilgelenk ist
im Kniegelenk implantiert

Ersatz des Patellofemoralgelenkes

Bezüglich der Arthrose (des Verschleißes) der Kniescheibenrückfläche und der dazugehörigen Kniescheibengleitbahn am Oberschenkelknochen gibt es mehrere Aspekte zu bedenken. Ist die Implantation eines Hemischlittens geplant und stellt sich während der Operation eines ausgeprägte Arthrose dieses 3. Gelenkes dar, ist die Meinung in Deutschland nicht einheitlich. Es gibt Studien, die darauf schließen lassen, das die Beteiligung dieses Gelenkes vernachlässigt werden kann und die typischen Beschwerden dieses Gelenkes (Schmerzen hinter der Kniescheiben, Schmerzen vor allem bei Treppenabsteigen,..) nach dem Ersatz des anderen Gelenkes (mit einem Hemischlitten) nicht mehr existent sind.

Auf der anderen Seite gibt es selten Befundes, die nur eine ausgeprägte Arthrose des Kniescheiben / Oberschenkelknochengelenkes zeigen. Hier sind wir seit kurzer Zeit durch neue Implantatentwicklungen in der Lage, noch individueller auf diesen isolierten Verschleiss zu reagieren, so können wir nun auch mit einem guten Implantat die Rückfläche der Kniescheibe und die entsprechende Gleitbahn am Oberschenkelknochen versorgen (Ersatz des patellofemoralen Gelenkes).