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Sprunggelenksarthrodese / Versteifungsoperation

Bei ausgeprägter Arthrose im Sprunggelenk hat die Versteifungsoperation (genau wie die Endoprothetik des oberen Sprunggelenks) ihre Berechtigung und ist nach wie vor ein absolut bewährtes Standardverfahren am oberen Sprunggelenk.

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Deutliche Achsdeformität des Schienbeines, verkürztes Wadenbein

anklearthrodesis2Korrektur des Schienbeines, hier unter Osteotomie (Aufsägen) des Wadenbeines

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Bei verschiedenen Krankheitsbilder verwenden wir auch zeitweise einen speziellen Marknagel für die Versteigung

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Auch eine Kombination vom Platten und Schrauben findet sich bei uns, hier wurde noch 3 weiteren Gelenke bei dieser Operation mit behandelt

Gerade für jüngere Patienten, die die Arbeitsfähigkeit mit voller Belastung erhalten möchten, ist die Versteigung des Sprunggelenkes eine sehr gute Option. Das Verfahren konkurriert mit der Sprunggelenksprothese bei einigen Indikationen, überschneidet sich aber nicht komplett. Gerade bei

  • nicht normalen Rückfußachsen, zum Beispiel durch einen Unfall
  • schlechter Bandstabilität, unfall- oder nicht unfallbedingt
  • schlechter Durchblutung
  • hoher Aktivität
  • fehlenden Arthrosen in den Nachbargelenken
  • Infektion oder eine abgelaufene Infektion
  • Lähmungen
  • schlechter Beweglichkeit vor der Operation
ist die Arthrodese ein sehr gutes Verfahren.

 

Betreuung der Patienten

Zunächst werden Sie in unserer Sprechstunde eingehend untersucht. Ihre Lebenseinschränkung, die Einschränkung der Aktivitäten des täglichen Lebens und ihre Erwartungen an die Operation werden erfasst. Alle Vorbefunde, die Sie vom Hausarzt oder vom einweisenden Facharzt mitbringen, werden mit Ihnen ausgewertet. Wir schauen uns mit Ihnen zusammen Ihr Röntgenbild an und erklären Ihnen dann die Operation.

Dazu gehört, dass wir mit Ihnen zusammen das Verfahren (Schrauben, Platte, Nagel, Fixateur externe) besprechen. Wir werden dann erklären, wie es unmittelbar nach der Operation und im Verlauf des Aufenthaltes im Krankenhaus weitergeht. Angehörige werden von uns am Operationstag informiert. Mit Ihnen wird dann die Möglichkeit einer Rehabilitation besprochen und geklärt, ob eine stationäre oder ambulante "Kur" in Frage kommt. Alle Fragen zur "Haltbarkeit" der Prothese, zur Integration in in tägliches oder beruftliches Leben und Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten werden wir mit Ihnen klären. Abgerundet wird dieser Erstkontakt durch einen individuellen Behandlungsplan, den Sie beim Abschluss des Gespräches ausgehändigt bekommen.

Nachbehandlung

Eine oft geäußerte Befürchtung, nach einer Versteigung nicht mehr "normal" laufen zu können, ist verständlich, aber kann nicht uneingeschränkt so stehen gelassen werden.

Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, gibt es eine große Anzahl an Patienten, die in Konfektionsschuhen laufen (obwohl der Anteil der Patienten mit Abrollhilfe auch höher sein kann), aber die eingeschränkte Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk (nämlich 0°) wird durch eine größere Bewegung unterhalb des oberen Sprunggelenks ausgeglichen. So ist, wenn man von Sprungbein bis zur Spitze des Fußes misst, eine Beweglichkeit von 24° messbar.
Auf diese Weise erklärt es sich auch, dass man im Regelfall Patienten, bei denen das obere Sprunggelenk versteift wurde, nicht am Gang auf der Straße erkennt.

 

Hier finden sie nun eine Ergebnisse und Zahlen, es lassen sich hier nur durchschnittliche Zahlen angeben, die wir aus der Literatur kennen (in diesem Fall von einem der Pioniere Roger A Mann)

Zeit bis zur knöchernen Heilung
ca 12-14 Wochen
Operation ist hilfreich (Einschätung der Patienten)
90%
von 100 % Patienten waren

komplett zufrieden ohne Einschränkung
70%
zufrieden mit Einschränkung
18%
unzufrieden
12%
Laufen möglich ohne spezielle Schuhe
77%
Abrollhilfe / MBT Schuh,..
16%
Beinverkürzung
ca 9 mm